Durch die Konfirmation werden Jugendliche in die Lehre und das Leben der Gemeinde eingeführt. Der Konfirmandenunterricht hat das Ziel, die Konfirmandinnen und Konfirmanden in einer ihnen gemäßen Art mit den zentralen Aussagen des christlichen Glaubens und mit dem praktischen Leben der Gemeinde vertraut zu machen.

Die Einladung, am Konfirmandenunterricht teilzunehmen und sich konfirmieren zu lassen, richtet sich an alle getauften und ungetauften Jugendliche, die zum Zeitpunkt der Anmeldung in der 7. Klasse sind.

Sehr vereinzelt haben Schulen in der 7. Klasse am Mittwochnachmittag Unterricht. Wir finden dann aber eine Lösung für die betroffenen Konfirmanden, denn es  betrifft nur die Zeit bis zu den Sommerferien. Ab der 8. Klasse (wenn der Großteil des Unterrichtes stattfindet) wird der Nachmittag dann i.d.R. von allen Schulen für den Konfirmandenunterricht freigehalten.

Anmeldung

Die Anmeldung findet im Rahmen des ersten Elternabends im Gemeindehaus statt. Die in der Matthäusgemeinde gemeldeten (also getauften) Jugendlichen werden von uns persönlich angeschrieben. Außerdem wird der Termin für die Anmeldung zusätzlich im Gemeindebrief und im Gottesdienst bekannt gegeben, damit auch die Familien ungetaufter Jugendlicher diese Information erhalten.
Im Zweifelsfall bitte bei uns anrufen.

Für die Anmeldung sind Geburts- und Taufurkunde (soweit vorhanden) erforderlich.
Außerdem erheben wir für die Freizeit und die Konfis-Materialien, sowie für die Fotos und den Blumenschmuck anlässlich der Konfirmation einen Kostenbeitrag. Dieser wird Ihnen im Elternbrief mitgeteilt.

Unterricht

Der Unterricht findet in der Regel mittwochs von 15:00 – 16:15 in Kleingruppen statt. Der Unterricht hat vielfältige Formen (Besinnung, Diskutieren, Spiele, Kreatives, Aktionen, Besuche in diakonischen Einrichtungen, Besuche von Konzerten und Jugendgottesdiensten, Sportturniere, Freizeiten usw.) und dient dazu, dass Konfirmanden in ganzheitlicher Weise mit den Grundlagen des christlichen Glaubens vertraut gemacht werden.

Pflichten
Selbstverständlich ist es allen Jugendlichen im Konfirmandenalter völlig freigestellt, ob sie am Unterricht mit abschließender Konfirmation teilnehmen möchten oder nicht. Es besteht auch die Möglichkeit, im Laufe des Unterrichts wieder auszusteigen, wenn dieser Ihrem Kind nicht zusagt.

Voraussetzung für die Konfirmation ist jedoch die Bereitschaft,

  1. regelmäßig und konstruktiv am Unterricht teilzunehmen, sowie die Merkverse zu lernen
  2. wenigstens 14-tägig den Gottesdienst besuchen (insgesamt 20 Mal)
  3. ein Praktikum von 12 Stunden in der Gemeinde abzuleisten (der Konfirmandenunterricht ist dafür entsprechend kürzer als in Gemeinden ohne Praktikum, es handelt sich also nicht um ein zusätzliches zeitliches Engagement)
  4. an der Konfirmanden-Freizeit teilzunehmen

Worin liegen Sinn und Chancen des Konfirmandenunterrichts?

  • In einer Gemeinschaft von Gleichaltrigen herausfinden, was es bedeutet, getauft zu sein, an Jesus Christus zu glauben und zur Kirche zu gehören.
  • Im Übergang von der Kindheit ins Jugendalter erleben, dass Christsein etwas für mich ist, woran ich mich im Leben orientieren kann und was meinem Leben Halt und Sinn gibt.
  • Mit anderen Gleichaltrigen zusammensein und neue Freundschaften schließen.
  • Gedankenaustausch über Gott und Welt.

Rechte
Früher war die Zulassung zum Abendmahl mit der Konfirmation verbunden.
Inzwischen dürfen aber auch Kinder schon an Abendmahl teilnehmen. Sie werden von uns darauf in der 3./4. Klasse vorbereitet.
Die Konfirmation gibt aber nach wie vor das Recht, ein Patenamt zu übernehmen.

Rolle der Eltern
Wünschenswert ist, dass die Eltern hinter den Zielen des Unterrichts stehen und ihr Kind in dieser Zeit begleiten – nach Möglichkeit auch in den Gottesdienst. An Elternabenden werden wichtige Fragen im Blick auf den Unterricht und die Gruppe besprochen.

Geschichte: Taufe und Konfirmation
Ganz früher, als hauptsächlich Erwachsene getauft wurden, gab es einen Taufunterricht, der oft mehrere Jahre dauerte. Dabei lernte man die Inhalte des christlichen Glaubens kennen und erlebte, wie Menschen miteinander und in ihrer jeweiligen Gesellschaft als Christen lebten. Am Ende stand die Entscheidung, sich taufen zu lassen.

Konfirmandenstunden heute sind nachgeholter Taufunterricht: Viele sind als Kinder getauft worden und gehören dadurch zur christlichen Gemeinde. Die Entscheidung dazu treffen daher fast immer die Eltern. Die erste Bedeutung der Konfirmation ist damit, das eigene Ja zu dieser Entscheidung der Eltern zu finden. Damit verbunden ist, dass man etwas von der Religion erfährt, zu der man durch die Taufe gehört. Die Konfirmation ist direkt auf die Taufe bezogen; das wird auch bei der Konfirmation deutlich gemacht.

Wer noch nicht getauft ist, kann natürlich trotzdem an den Konfirmandenstunden teilnehmen. Die Taufe findet dann in der Regel in der Osternachtfeier der Matthäuskirche statt.

Konfirmation
Die Konfirmation findet in der Regel in St. Michael statt, der Termin wird jährlich neu festgelegt.

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