Durch die Konfirmation werden Jugendliche in Lehre und Leben der Gemeinde eingeführt. Der Konfirmandenunterricht hat das Ziel, die Konfirmandinnen und Konfirmanden in einer ihnen gemäßen Art mit den zentralen Aussagen des christlichen Glaubens und dem Leben der Gemeinde vertraut zu machen.
Die Einladung, am Konfirmandenunterricht teilzunehmen und sich konfirmieren zu lassen, richtet sich an alle getauften und ungetauften Jugendliche, die zum Zeitpunkt der Konfirmation mindestens 14 Jahre alt sind.  

Anmeldung

Die Anmeldung findet im Rahmen des ersten Elternabends im Gemeindehaus statt. Zum Konfirmanden-Unterricht kann sich anmelden, wer zum Zeitpunkt der Anmeldung die siebte Klasse besucht. Die in der Matthäusgemeinde gemeldeten (also getauften) Jugendlichen werden persönlich angeschrieben. Außerdem wird der Termin für die Anmeldung zusätzlich im Gemeindebrief und im Gottesdienst bekannt gegeben, damit auch die Familien ungetaufter Jugendlicher diese Information erhalten.
Für die Anmeldung sind Geburts- und Taufurkunde (soweit vorhanden) erforderlich.

Unterricht

Der Unterricht findet in der Regel mittwochs von 15:00 – 16:15 in Kleingruppen statt. Der Unterricht hat vielfältige Formen (Besinnung, Diskutieren, Spiele, Kreatives, Aktionen, Besuche in diakonischen Einrichtungen, Konzertbesuche, Sportturniere, Freizeiten usw.) und dient dazu, dass Konfirmanden in ganzheitlicher Weise näher mit den Grundlagen des christlichen Glaubens vertraut gemacht werden. Im Anschluss an den Unterricht steht in der Regeldas Jugendcafé für Jugendliche für Austausch und Spiele unter Begleitung von Mitarbeitern offen.

Pflichten

Selbstverständlich ist es allen Jugendlichen im Konfirmandenalter völlig freigestellt, ob sie am Unterricht mit abschließender Konfirmation teilnehmen möchten oder nicht. Es besteht auch die Möglichkeit, im Laufe des Unterrichts wieder auszusteigen, wenn dieser Ihrem Kind nicht zusagt.
Voraussetzung für die Konfirmation ist jedoch die Bereitschaft,

a) regelmäßig und konstruktiv am Unterricht teilzunehmen

b) wenigstens 14-tägig den Gottesdienst besuchen (insgesamt 20 Mal)

c) ein Praktikum von 12 Stunden in der Gemeinde abzuleisten (der Konfirmandenunterricht ist dafür entsprechend kürzer als in Gemeinden ohne Praktikum, es handelt sich also nicht um ein zusätzliches zeitliches Engagement)

d) an der Konfirmanden-Freizeit teilzunehmen

Worin liegen Sinn und Chancen des Konfirmandenunterrichts?

  • In einer Gemeinschaft von Gleichaltrigen herausfinden, was es bedeutet, getauft zu sein, an Jesus Christus zu glauben und zur Kirche zu gehören.
  • Im Übergang von der Kindheit ins Jugendalter erleben, dass Christsein etwas für mich ist, woran ich mich im Leben orientieren kann und was meinem Leben Halt und Sinn gibt.
  • Mit anderen Gleichaltrigen zusammensein und neue Freundschaften schließen.
  • Gedankenaustausch über Gott und Welt.


Rechte der Konfirmierten
Früher war die Zulassung zum Abendmahl mit der Konfirmation verbunden. Inzwischen dürfen aber auch Kinder schon an Abendmahl teilnehmen. Die Konfirmation gibt aber nach wie vor das Recht, ein Patenamt zu übernehmen.  

Rolle der Eltern
Wünschenswert ist, dass die Eltern hinter den Zielen des Unterrichts stehen und ihr Kind in dieser Zeit begleiten – nach Möglichkeit auch in den Gottesdienst. An Elternabenden werden wichtige Fragen im Blick auf den Unterricht und die Gruppe besprochen.

Geschichte: Taufe und Konfirmation
Ganz früher, als hauptsächlich Erwachsene getauft wurden, gab es einen Taufunterricht, der oft mehrere Jahre dauerte. Dabei lernte man die Inhalte des christlichen Glaubens kennen und erlebte, wie Menschen miteinander und in ihrer jeweiligen Gesellschaft als Christen lebten. Am Ende stand die Entscheidung, sich taufen zu lassen.
Konfirmandenstunden heute sind nachgeholter Taufunterricht:
Viele sind als Kinder getauft worden und gehören dadurch zur christlichen Gemeinde. Die Entscheidung dazu treffen daher meistens die Eltern.
Die erste Bedeutung der Konfirmation ist damit, das eigene Ja zu dieser Entscheidung der Eltern zu finden. Damit verbunden ist, dass man etwas von der Religion erfährt, zu der man durch die Taufe gehört.
Die Konfirmation ist direkt auf die Taufe bezogen; das wird auch bei der Konfirmation deutlich gemacht. Wer noch nicht getauft ist, kann natürlich trotzdem an den Konfirmandenstunden teilnehmen. Ein Termin für die Taufe wird dann auf  Wunsch gemeinsam vereinbart.

Ort der Konfirmation
Die Konfirmation findet in St. Michael statt.