Allgemeines zur Taufe


Durch die Taufe werden Menschen in die Kirche aufgenommen. Wenn Kinder im Schulalter, Jugendliche oder Erwachsene sich taufen lassen, sollte es der eigene Wunsch sein, Gottes Zusage in der Taufe zu empfangen.

  • Warum wird getauft?
  • Wie wird die Tauffeier vorbereitet?
  • Taufsprüche
  • Wann wird in der Matthäusgemeinde Hessental getauft?
  • Wer tauft?
  • In welchem Alter sollen Kinder getauft werden?
  • Wo melde ich eine Taufe an?
  • Welche Unterlagen werden zur Taufe gebraucht?
  • Was ist eine Nottaufe?
  • Ist eine Segnung statt einer Taufe möglich?

Warum wird getauft?
1. Wir taufen, weil Jesus selbst uns damit beauftragt hat. Das Matthäusevangelium schließt mit folgenden Worten: ?Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“.

2. Wir taufen, weil darin zum Ausdruck kommt: Dieser Mensch gehört auch zu Jesus Christus und zu seiner Gemeinde. Gott sagt ?ja“ zu uns – schon lange bevor wir uns dessen bewusst sind und auch selber mit unserem eigenen ?ja“ antworten können. Die Kinder werden also mit der Taufe in die Gemeinde aufgenommen.

3. In dem Eltern ihre Kinder taufen lassen, bekennen sie, dass Kinder ein Geschenk Gottes sind Sie bitten in der Taufe um seinen Schutz und Segen.

Die Taufe wird nur einmal vollzogen und wird von fast allen Kirchen anerkannt.

Wie wird die Tauffeier vorbereitet?
Als erstes vereinbaren Sie mit Pfr. Beyerhaus (Tel. 2057) oder Pfr. Bullinger (Tel. 9494914) einen Tauftermin und einen Zeitpunkt für das Taufgespräch., bei dem die Taufe vorbereitet wird und Sie alle Fragen stellen können. Falls an dem Taufsonntag mehrere Taufgottesdienste stattfinden, kann auch ein gemeinsames Gespräch mit allen Eltern und – falls möglich – den Paten vereinbart werden. Dabei wird der Gottesdienst im Einzelnen besprochen und Ihre Beteiligung daran vereinbart.

Wir bitten Sie ferner darum, sich Paten zu suchen und vielleicht auch einen Taufspruch für das Kind auszuwählen.

Wann wird in der Matthäuskirche getauft?
Die Termine für die Taufsonntage entnehmen Sie bitte dem Gemeindebrief bzw. unserer Homepage. Getauft wird nach Absprache entweder im Sonntagsgottesdienst um 10:00 Uhr oder im Anschluss an diesen Gottesdienst in einer eigenen Tauffeier (um 11:15 Uhr). Gelegentlich bieten wir auch Taufen im Familiengottesdienst, sowie an den Festsonntagen im Kirchenjahr.

Wer tauft?
Die Kinder werden von dem Pfarrer getauft, der am jeweiligen Sonntag den Gottesdienst hält – mit ihm werden auch die vorbereitenden Gespräche geführt.

In welchem Alter sollen Kinder getauft werden?
Die Taufe im Säuglingsalter ist weit verbreitet. Die Lebensordnung unserer Kirche ermöglicht aber auch Taufen zu anderen Zeitpunkten, zum Beispiel als Erwachsener. Die Entscheidung darüber liegt bei den Eltern. Für jeden Zeitpunkt gibt es gute Gründe.

Bei der Säuglingstaufe wird besonders deutlich, dass Gott uns im Wunder der Geburt das Leben schenkt und sein Segen von Anfang an über dem Leben des neuen Erdenbürgers steht.

Bei der Taufe im Kindes- und Jugendalter kann sich ein Mensch an das Ereignis der eigenen Taufe erinnern und Gottes Zusage so in seiner Lebensgeschichte entdecken.

Bei der Taufe im Erwachsenenalter steht die persönliche Entscheidung im Vordergrund und das eigene Glaubensbekenntnis, dass Jugendliche sonst mit der Konfirmation nachholen.

Wo melde ich eine Taufe an?
Die Taufe wird im Pfarrbüro, Grauwiesenweg 14, Tel: 2057 bei Frau Birgit Saffrich angemeldet.
Sie arbeitet dienstags bis freitags von 9-12 Uhr.
Bitte beachten Sie, dass Sie uns Patenscheine , Taufspruch und Geburtsurkunde zukommen lassen.

Welche Unterlagen werden zur Taufe gebraucht?
a) Die Paten brauchen eine Bescheinigung, dass sie Kirchenmitglied sind und konfirmiert wurden
(damit verbindet sich das Recht, ein Patenamt zu übernehmen).
Das zuständige Pfarramt stellt dafür einen Patenschein aus.
b) Für den Täufling geben Sie bitte die Geburtsurkunde („für religiöse Zwecke“) mit ab,
damit die Gemeinde den Vollzug der Taufe beurkunden kann.
c) Falls die Eltern nicht in unserer Gemeinde wohnen, müssen sie im zuständigen Heimatpfarramt Bescheid sagen.

Was ist eine Nottaufe?
Grundsätzlich darf jeder konfirmierte Christ im Notfall auch selbst taufen. Ein Notfall liegt dann vor, wenn befürchtet werden muss, dass der Täufling nicht solange lebt, bis ein Pfarrer ihn erreichen kann. In solchen Fällen gilt eine Taufe, wenn er dreimal mit Wasser getauft wird und dazu gesagt wird: „ich taufe Dich auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes“. Wünschenswert ist natürlich, dass auch ein Gebet gesprochen oder ein Lied gesungen wird. Ist eine Gesangbuch zur Hand, dann findet man darin auch ein kurzes Kapitel zur Nottaufe (S. 1268). Für die Zeremonie kann man sich gerne auch an den auf S. 1665 abgedruckten Ablauf halten.
In jedem Falle muss die Nottaufe anschließend dem zuständigen Pfarramt angezeigt werden, damit sie in die Taufregister eingetragen wird und nicht versehentlich eine Wiedertaufe stattfindet.

Ist eine Segnung statt einer Taufe möglich?
Die Segnung wird von manchen Eltern vorgezogen, die dem Kind später die Möglichkeit zur freien Entscheidung zur Taufe lassen möchten.
Das kleine Kind wird in diesem Fall in einer gottesdienstlichen Handlung gesegnet. Diese Segenshandlung begründet aber keine Kirchenmitgliedschaft.